Faszination Archäologie - Mystische Routen rund um die Steinzeit
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Großsteingrab „Hohe Steine“ **
nahe Wildeshausen, Stadt Wildeshausen

Erlebnisroutenstation Nr. 50

Parkmöglichkeiten

Parkmöglichkeit: Parkplatz (ca. 500 m)



Öffentliche Verkehrsmittel

Öffentl. Verkehrsmittel: Weser-Ems-Bus, Linie 264 (Wildeshausen-Visbek), Haltestelle „Aumühle“
Nordwestbahn Bremen – Osnabrück, Bhf. Wildeshausen (ca. 4 km)
Zugang für Rollstuhlfahrer

Rollstuhleignung: sehr bedingt (unebene Zuwegung)
Gastronomie

Gastronomie: zahlreiche gastronomische Betriebe in Wildeshausen (ca. 2,5 km)

Dicht an der B 213 gelegen, ist nicht unbedingt damit zu rechnen, auf den genussvollen Anblick eines derart erhabenen urgeschichtlichen Denkmals treffen zu dürfen. Unsere Empfehlung lautet: Unbedingt besichtigen!

Großsteingrab Hohe Steine

Großsteingrab "Hohe Steine", Blick von Südwesten
Großsteingrab Hohe Steine

Blick von Nordosten

Anfahrt:

Radfahrer und Radfahrerinnen: Das Großsteingrab ist in die Routen 7 und 8 der archäologischen Erlebnisrouten „Faszination Archäologie“ eingebunden. Unsere als pdf-Dokumente erhältlichen ausführlichen Routenbeschreibungen führen Sie unmittelbar zum Großsteingrab.
Sollten Sie mit dem PKW anreisen, fahren Sie bitte die B 213 Wildeshausen Richtung Ahlhorn, nach ca. 2,5 km folgt ein ausgeschildeter Parkplatz. Von hier gelangen Sie bequem zu Fuß zu den „Hohen Steinen“ (ca. 500 m Entfernung, ausgeschildert).

Grabgeschichte(n): Die Majestätischen

Die annähernd in Ost-West-Richtung erbauten „Hohen Steine“ bestechen durch ihren sehr guten Erhaltungszustand und ihre Monumentalität.

Von „Visbeker Braut“ oder „Bräutigam“ kommend, mag manch einer verwundert sein über die deutlich geringere Länge der Grablege. Dieser Vergleich ist jedoch unzulässig: In Wahrheit ist die Kammer der „Hohen Steine“ mehr als doppelt so lang wie die „Braut“-Kammer. Die „Hohen Steine“ sind lediglich zu einem anderen, Typus zu zählen, dem Typus der so genannten „Emsländischen Kammer“. Anders als die Megalithgräber mit „Hannoverscher Kammer“ (u.a. Visbeker Braut und Bräutigam, „Große Steine“ bei Kleinenkneten) verfügt die „Emsländische Kammer“ über keine ausladend-repräsentative Steineinfassung. Stattdessen begnügt sich dieser Typus mit einer in unmittelbarer Nähe der Kammer gesetzten Umwallung. So wirken die „Hohen Steine“ in ihrer Gesamterscheinung kompakter.

Erhaltungszustand

Beinahe alle Steinsetzungen der jungsteinzeitlichen Grabanlage wurden überliefert, einige sogar in Originallage. Von der engen ovalen Einfassung haben sich 32 (z.T. verschobene) Steine erhalten, von den wuchtigen 11 Decksteinen der überlangen Steinkammer (17 x 1,4 - 2 m) fehlt lediglich einer. In der Mitte der südlichen Langseite befand sich ursprünglich der Eingang des so genannten Ganggrabes, d.h. eines Megalithgrabes mit eigenständig formuliertem, gangförmigem Zugang zur Kammer. Der Deckstein des Ganges liegt heute unweit des Eingangs.

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„Hohe Steine“
Oben: rekonstruierter Grundriss
Mitte: Zustand z. Zeitpunkt der Bestandsaufnahme
Unten: Schnitt
(nach Ernst Sprockhoff, Atlas der Megalithgräber Deutschlands. 1975, Bd. 3, Großsteingrab Nr. 956)

Besuchen Sie auch folgende archäologische Sehenswürdigkeiten in der Nähe:

Bargloyer Steinkiste (ca. 2 km)

Großsteingrab „Große Steine“ bei Thölstedt (ca. 4,5 km)

Pestruper Gräberfeld (ca. 6 km)

„Visbeker Braut“ (ca. 7,5 km)

„Große Steine“ bei Kleinenkneten (ca. 7,5 km)